'Klare Kante': Zeit für einen Wechsel - Annalena Baerbock, warum nicht

Ein Kommentar von Fred Kowasch

"Laschet!"
"Wer?"
"Laschet. Er wird neuer Landesvorsitzender der CDU."


Als mich die Kollegin vor Jahren auf den jetzigen Kanzlerkandidaten der Union hinwies, zuckte ich nur ungläubig mit den Schultern. Ein Nobody aus einem Landesverband. Wird sich irgendwann schon erledigt haben. So kann man sich irren. Armin Laschet gewann im Mai 2017 dann die Landtagswahl. Allerdings hätte die CDU da auch eine Pappfigur aufstellen können. Das Thema der desaströsen Bildungspolitik der SPD/Grünen-Koalition verärgerte damals Hunderttausende derart, dass ein Politikwechsel praktisch unausweichlich war.  

Nun also ziehen CDU und CSU mit ihm in den Bundestagswahlkampf. Eine grössere Freude können sie ihren Konkurrenten nicht machen. Laschet steht für Nichts. Programmatisch allenfalls für ein 'Weiter so.' Merkels Schosshund braucht kein Mensch. Am Ende ihrer 16 Jahre steht dass Land mutlos, gespalten, perspektivlos da. Müssig aufzuzählen, was alles vergeigt wurde. Welches - bestenfalls - drittklassische Personal nun wieder etwas in die Kameras verspricht. Und es dann doch wieder verbockt. Es ist - sprichwörtlich - Zeit für einen Wechsel.

Mit Annalena Baerbock unterbreiten Bündnis 90/Die Grünen ein sehr professionelles Angebot. Ihr Auftritt gestern überzeugend, perfekt in Szene gesetzt. Endlich war einmal von Aufbruch die Rede, von Veränderung, von Investitionen. In die Bildungspolitik, in die Digitalisierung, in die Umwelt. Viel schlechter als die Regierungskoalitionen seit 2005 können sie es kaum noch machen. Es ist an der Zeit, dass sich CDU und CSU bundesweit mal am Rande 'erholen'.

Drucken

Durch die weitere Nutzung dieser Webseiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.