Dokumentarfilm: Road to Lockdown - Demnächst auf Amazon Prime Video (108 min, 2020)

Drei Jungs nach dem Abitur. Drei Monate ans andere Ende der Welt. Ein guter Plan, normalerweise. Dass im Frühjahr 2020 alles anders ist, realisieren Paul, Fynn und Niels nur zögerlich. Ihr Strandurlaub verwandelt sich in einen Alptraum-Trip an dessen Ende die Quarantäne steht. Statt dem Wandern in wunderschönen Landschaften sitzen sie plötzlich ohne Perspektive im neuseeländischen Christchurch fest. Wo endet sie: diese 'Road to Lockdown'? Demnächst gibt es den Film auf Amazon Prime Video.

Reisetagebuch: Von Norden nach Süden - In Vietnam unterwegs (4)

von 'Jay' Steinert

Unser Homestay-Hotel liegt am Rande der Stadt Hoi An, es ist ziemlich neu und hat bei Booking.com beste Noten bekommen. Völlig zu Recht. Wir laufen nur zwei Minuten bis zum Strand, die Liegen und Schirme sind kostenlos. Im Gegenzug bestellt man Speisen und Getränke aller Art. Der Strand ist gepflegt und hat wenig Besucher. Vor allem eins: k e i n e Russen. Das Wasser des Südchinesischen Meeres ist hier sauber und wohltemperiert. So lässt es sich leben! Am Abend bieten einige Restaurants in Strandnähe ihre Dienste an.
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Kulinarisch enttäuscht Vietnam allerdings bisher. Die Vietnamesen in Deutschland kochen - nach meinem Geschmack - wesentlich besseres Essen als ihre Landsleute in der Heimat. Abgesehen davon bekommt man hier immer nur Kindertellergrösse mit entsprechend kleinen Portionen. Sehr eigenartig. Muss man halt 2 x bestellen, wenn es nicht reicht. Oder ein Bier mehr, egal.

Am nächsten Tag besuchen wir das Zentrum von Hoi An. Eine lebendige Stadt mit einer wunderbare Melange von alter und neuer Bausubstanz. Ein spannender Stadtmarkt, viele Geschäfte und kaum aufdringliche Händler. Um Waren käuflich zu erwerben , erweist es sich als dringend erforderlich zu feilschen, und zwar bis aufs Messer. Sie sind harte Verhandlungsgegner, die Vietnamesen. Aber, als Käufer sitzt man nicht zwingend am kürzeren Hebel, denn der hat ja schließlich das Geld und der Nachbarladen bietet eh das gleiche an. Viele Museen (es sind traditionelle Einzelhäuser) kann man ohne Eintrittskarten besichtigen, teilweise ganz interessant.

vietnam4 marktgedraengeAm Abend werden die Straßen von unzähligen, bunten Soff- und Papierlampen beleuchtet. Dadurch entsteht eine zauberhafte Stimmung....wenn nur nicht die vielen Einheimischen und Touristen die Straßen so verstopfen würden! Uns zähle ich selbstverständlich mit dazu, was zur Folge hat das wir die Stadt nur einmal besuchen. Die nächsten Tage verbringen wir dann lieber am Strand.
vietnam4 stadtbeleuchtung 1vietnam4 stadtbeleuchtung 5vietnam4 strassenbeleuchtung 3Der nächste Halt wird eine Herausforderung, die Stadt heißt Quy Nhon und liegt abseits der üblichen Route nach Saigon (Ho-Chi-Minh City). Fast keiner spricht hier englisch oder französisch, so „we are lost in Translation“. Das Hotel hat keine Beschriftung, durch Zufall erkenne ich aber den Eingang vom Booking-Foto. Der Portier murmelt etwas in Landessprache, drückt uns den Zimmer-Schlüssel in die Hand und sieht zu das er Land gewinnt. Auch hier ist die Unterkunft neu und sehr sauber.

Der tolle Strand ist zu Fuß zu erreichen, auch wenn wir etwas außerhalb wohnen. Das Wasser ist zwar aufgewühlt aber man kann trotzdem schwimmen gehen. Das Zentrum gibt außer zwei Pagoden und einem kleinen Markt nicht viel her. Abends geht es in „die“ eine Travellerbar (John & Paul) mit Live-Musik, großartig! Der Chef singt selbst, spielt Gitarre und seine Band zieht voll mit. Das knallt! Beschwingt trollen wir uns ins Hotel, wir müssen früh raus um nach Mui Ne weiter zu reisen. Und, Peng - die erste veritable Pleite auf dieser Reise.
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Die Bustickets zu erwerben war schon nicht einfach (no english, Sir...). Am Busbahnhof angekommen stellte sich heraus: der fährt hier nicht. Super! Um weitere drei Ecken, hinter dem nächsten Tankstellenklo finden wir unser Bus-Büro. Der Bus der so ca. um 8 Uhr fahren sollte kommt erst um 12:00 Uhr. Es ist ein abgewracktes Stück Blech, was gerade noch so rollt. Zudem total verdreckt (von innen mehr als von außen) und zur Krönung soll man auch noch seine Schuhe ausziehen (eine hier völlig in Frage zu stellende Landessitte). Uns reicht es. Erst einmal. Nach weiteren zehn Stunden sind wir endlich in Mui Ne. Und was empfängt uns da? Werbetafeln in englischer, vietnamesischer und (!) kyrillischer Schrift. Na Mahlzeit, also hier verstecken sich die Russen, ganz im Süden des Landes! Die Aircon im Bus hat mir den Rest gegeben, ich liege erstmal flach. Es ist eh zu heiß am Strand.

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