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Ohne Plan

. Veröffentlicht in Fragen zur Zeit

von Fred Kowasch

16.03.2011 - 11:08
Die Furcht, am 27. März in Baden-Württemberg abgestraft zu werden, muss groß sein. Nicht anderes lässt sich der plötzliche Schwenk in der Atompolitik erklären. Es verdeutlicht erneut: diese Regierung hat keinen Plan.

So richtig die Abschaltung der völlig veralteten Atomkraftwerke ist: sie kommt zu spät. Fast zynisch wirkt es, wenn man dies mit Argumenten begründet, die man vor einer Woche noch verdammt hat. Politisches Handeln muß nachvollziehbar sein. Das ist es nicht.

Es gibt nach wie vor keinen Plan, wie Deutschland die Frage der Endlagerung von radioaktiven Müll lösen will. Alle Beteiligten spielen auf Zeit, die Castoren stehen derweil weiter in zugigen Lagerhallen herum. Nicht nur in Gorleben.

Nach dem Atomgesetz von 2005 - immerhin von einer rot-grünen Regierung geschaffen - stehen sie verteilt in der Republik. Was die Öffentlichkeit kaum weiss: neben jeden der deutschen Atomkraftwerke existiert auch eine Halle, in der radioaktiver Müll zwischengelagert wird. Sinnvoll und sicher kann diese Übergangslösung nicht sein.

Was geschiet nun mit dem Müll neben den jetzt stillgelegten Atomkraftwerken? Alles nach Gorleben ins Zwischenlager?! Es ist kaum anzunehmen, dass man sich im Berliner Kanzleramt diese Frage überhaupt schon einmal gestellt hat.