Volksverdummung mit Kate und William
von Fred Kowasch
28.04.2011
Es gibt durchaus noch Sendungen im TV, die man sich ansehen kann. ttt ist eine, der Weltspiegel, Presseclub, die story, zapp und sport inside gehören dazu. Ab und an macht ein Politikmagazin Schlagzeilen, hin und wieder glänzt eine Doku im späten Abendprogramm. An zwei Händen kann man sie abzählen, die sehenswerten Informations- und Hintergrundsendungen für die die Öffentlich-Rechtlichen jährlich Milliardenbeträge kassieren. Lohnenswert macht es das Fernsehen deshalb nicht.
Als hätten ARD und ZDF keine Legitimationskrise, so kommt dieser 29. April 2011 für die Kritiker des Sende- und Versorgungsapparates wie gerufen. Überall die selben Bilder - und das stundenlang. Austauschbare Moderatoren befragen austauschbare Adelsexperten zu einem Thema, dessen 'harter' Nachrichtenwert gegen Null geht.
von Fred Kowasch
28.04.2011
Es gibt durchaus noch Sendungen im TV, die man sich ansehen kann. ttt ist eine, der Weltspiegel, Presseclub, die story, zapp und sport inside gehören dazu. Ab und an macht ein Politikmagazin Schlagzeilen, hin und wieder glänzt eine Doku im späten Abendprogramm. An zwei Händen kann man sie abzählen, die sehenswerten Informations- und Hintergrundsendungen für die die Öffentlich-Rechtlichen jährlich Milliardenbeträge kassieren. Lohnenswert macht es das Fernsehen auf Dauer deshalb nicht.
Als hätten ARD und ZDF keine Legitimationskrise, so kommt dieser 29. April 2011 für die Kritiker des Sende- und Versorgungsapparates wie gerufen. Überall die selben Bilder - und das stundenlang. Austauschbare Moderatoren befragen austauschbare Adelsexperten zu einem Thema, dessen 'harter' Nachrichtenwert gegen Null geht.
"Wenn es denn noch einer Antwort auf die Frage bedurft hätte, ob für die
Programmgestaltung auch der Öffentlich-Rechtlichen nichts vorrangiger
ist als die Quote, dann ist sie mit dieser
Doppelübertragung beantwortet."
So zitiert die Süddeutsche Zeitung
den Parlamentspräsidenten Norbert Lammert. Der Mann hat Recht. Schon
mehrfach hat er auf die zunehmende inhaltliche Schieflage bei ARD und
ZDF hingewiesen. Wenn die Sender so weitermachen, schaffen sie ihre
Legitimationsgrundlage ab. Da helfen dann auch ein paar 'Alibiprogramme'
in den Regionalprogrammen nicht weiter.
Zum Programmauftrag gehört nicht nur die Unterhaltung. Information - im besten Sinn des Wortes - gibt es zu wenig. Darüber können auch keine selbst erstellten Statistiken hinweghelfen.
Vergesst die Quote, sie kann nicht alleiniger Maßstab sein. Es ist an der Zeit dies auch öffentlich zu diskutieren. Vergesst den Spruch: 'eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus'. Falsch verstandene Loyalität hilft da nicht weiter. Ein Programm ist nur so gut, wie seine Macher deren Inhalte auch offen diskutieren. Da gibt es erheblichen Nachholbedarf - in ARD und ZDF. Von sendeinterner Kritik an den sechs Stunden Volksverdummung mit Kate und William hat man noch Nichts gehört.
update 30.04.2011, 12:16
Verhaltene Kritik gibt an der Doppelübertragung gibt es ARD-intern doch. So hat sich die MONITOR-Chefin Sonja Mikich (WDR) in ihrem Block zu Wort gemeldet. Und der Intendanten des Bayerischen Rundfunk Ulrich Wilhelm soll sich intern gegen die Übertragung ausgesprochen haben. Als Einziger von zehn ARD-Intendanten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete.
Zum Programmauftrag gehört nicht nur die Unterhaltung. Information - im besten Sinn des Wortes - gibt es zu wenig. Darüber können auch keine selbst erstellten Statistiken hinweghelfen.
Vergesst die Quote, sie kann nicht alleiniger Maßstab sein. Es ist an der Zeit dies auch öffentlich zu diskutieren. Vergesst den Spruch: 'eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus'. Falsch verstandene Loyalität hilft da nicht weiter. Ein Programm ist nur so gut, wie seine Macher deren Inhalte auch offen diskutieren. Da gibt es erheblichen Nachholbedarf - in ARD und ZDF. Von sendeinterner Kritik an den sechs Stunden Volksverdummung mit Kate und William hat man noch Nichts gehört.
update 30.04.2011, 12:16
Verhaltene Kritik gibt an der Doppelübertragung gibt es ARD-intern doch. So hat sich die MONITOR-Chefin Sonja Mikich (WDR) in ihrem Block zu Wort gemeldet. Und der Intendanten des Bayerischen Rundfunk Ulrich Wilhelm soll sich intern gegen die Übertragung ausgesprochen haben. Als Einziger von zehn ARD-Intendanten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete.
