Gegenseitige Schuldzuweisungen

05.08.2010 -
Erst der Veranstalter, dann die Polizei und schließlich die Stadt Duisburg. Der Reihe nach haben sie in den letzten Tagen jede Schuld für die Katastrophe abgestritten, den jeweils anderen für die Vorfälle bei der Loveparade 2010 für verantwortlich erklärt. Mit den immer zahlreiche werdenden Papieren, Dokumenten und Rechtfertigungsschriften entsteht aber auch ein genaueres Abbild der Vorgänge vom 24.07.2010.

Wenn man sich zum Beispiel den Zwischenbericht zur Loveparade der Stadt Duisburg genau durchließt, wird man über einige Details stolpern. So stellte man in Duisburg bereits im Herbst 2008 fest, daß die Durchführung der Loveparade "auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht möglich war". Deshalb entschied man sich für das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes.

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Duisburg, 24. Juli 2010: Chaos und Massenpanik

25.07.2010 -
Bei der Loveparade in Duisburg ist es am Samstag Nachmittag am einzigen Eingangstor, einem massiven Steintunnel,  zu einer Massenpanik gekommen. Dabei starben mindestens 19 Menschen, Hunderte wurden verletzt. Die Autobahn A 59, die am Festivalgelände, einem ehemaligen Güterbahnhof vorbeiführt, wurde für die Rettungskräfte gesperrt.

Nach Angaben der Veranstalter sollen sich 1,4 Millionen Menschen an der Loveparade beteiligt haben. Auf dem Gelände in Duisburg sei jedoch nur Platz für 500.000 Personen gewesen. Nach Bekanntwerden des Unglücks entschieden die Veranstalter, die Loveparade nicht abzubrechen. Dr. Motte, einer der Love-Parade-Gründer warf den Veranstaltern "reine Profitgier" vor. Es sei ein Skandal, die Besucher nur durch einen einzigen Zugang auf das Gelände gelassen zu haben. 

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cablegate: Alle Dokumente online

02.09.2011
Die Internetplattform wikileaks hat alle US-Botschafts-Depeschen online gestellt. Unter den 251.287 Dokumenten befinden sich auch zahlreiche Berichte der Embassy Berlin in der Zeit vom 215.08.1991 bis zum 26.02.2010. In den letzten Tagen hatte es hinsichtlich der Dokumente zahlreiche Irritationen gegeben. So soll die Datei cables.csv - die die Botschaftsdepenschen enthielt - im Internet zugänglich gewesen sein. Nach Hinweisen in einem Artikel des Wochenmagazins Der Freitag dauert es nicht lange, bis das Kennwort für die Datei bekannt wurde. Hintergrund der bizarren Vorgänge ist ein Streit zwischen zwei Vertretern der Enthüllungsplattform, der erbittert ausgefochten wird.  

Kommentare zu wikileaks:

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wikileaks: the guantanamo files

26.04.2011 - 15:07
Neues zu Al Quaida, neue Details wie die USA geltendes Recht gebeut haben. Die aktuellen Veröffentlichungen von Wikileaks (The Guantanamo Files) wikileaks_guantanamo_fileszeigen aber auch: die Enthüllungsplattform erscheint nach wie vor arbeitsfähig.

Bisher wurden 118 von 779 Dossiers über einzelne Gefangene auf der Enthüllungsplattform online gestellt. Neben Gefangenen aus Australien und Canada finden sich auch Dokumente über Staatsbürger aus folgenden europäischen Ländern: Belgien, Dänemark, Frankreich, Russland und Spanien.

Insbesondere der britische Guardian hat die einzelnen Dossiers entsprechend graphisch aufbereitet. Die New York Times legt den Schwerpunkt ihrer Berichterstattung auf die Weitertransport der Gefangenen aus Guantanamo. Der SPIEGEL, bisher Kooperationspartner von Wikileaks, wurde von der Veröffentlichung offensichtlich überrascht. Am Montag Nachmittag präsentierte die Webseite des Nachrichtenmagazin eine allgemeine Story - Die Geheimakte Guantanamo.

screenshot: wikileaks.ch 

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step by step - wikileaks cablegate

In letzter Zeit ist es merklich ruhig um Wikileaks geworden. Zeitungen und Zeischriften wie die New York Times, der britische Guardian oder das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, die bisher die Inhalte der brisanten Akten publizierten, halten sich auffällig zurück. Hinter dem Rücken Assanges - nun soll die norwegische Zeitung aftenposten.no in den Besitz der 250.000 Original-Depeschen aus amerikanischen Botschaften gekommen sein.

In Deutschland publiziert die Tageszeitung DIE WELT seit Beginn dieser Woche Geschichten aus der internationalen Welt der Politik. So soll die Türkei in den Jahren 2002 bis 2006 CIA-Gefangenenflüge über ihr Territorium genehmigt haben. In diesem Zusammenhang sollen auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik 24 mal Flugzeuge betankt worden sein. Die Türkei hat eine aktive Unterstützung der umstrittenen CIA-Gefangeenenflüge bisher öffentlich immer bestritten.Hamas Demonstration Kopie articel

Auch über den Nahost-Konflikt läßt sich Interessantes erfahren. Etwa darüber, wie zerstritten die palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah sind. Wikileaks offenbart den wahren Nahost-Konflikt. So sollen sich im Dezember 2008 Sicherheitschefs der Fatah-Partei mit israelischen Militärs getroffen haben, um darüber zu reden, wie man Proteste im Westjordanland verhindern könnte. Zu diesem Zeitpunkt führte Israel Krieg gegen die Hamas im Gaza-Streifen. Über 1.400 Palästinenser wurden getötet, darunter mehr als 900 Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 14 Menschen.

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Wikileaks: Von alten und neuen Journalisten

12.12.2010 - update
Es ist doch immer wieder schön zu lesen, welche profunden Journalisten sich an dem Thema wikileaks wie abarbeiten.wikileaks Ein wahres 'Glanzstück' liefert Hans Leyendecker ab. Der als investigativer Journalist bekannte Schreiber der Süddeutschen Zeitung, zeigt sich in einem Radiointerview als ziemlich schlechter Verlierer. Wikileaks sei ein "Bastard" heißt es da. Ein wenig besonnener klingt es Tage später im eigenen Blatt - Wikileaks und die Systemfrage. Von alten und neuen Journalisten.

Ein besonderes Highlight im Blätterwald ist die Polemik des ehemaligen Taz-Mitarbeiters und heutigem Springer-Redakteur Claus Christian Malzahn. Die Verhaftung bringt Assange zurück in die Realität - 'vorsichtshalber' wurde hier die Kommentarfunktion geschlossen.

Nach langer Zeit ist auch das ARD-Politikmagazin MONITOR wieder einmal aus der Bedeutungslosigkeit erwacht. In Kein Schutz für Wistleblower wird darüber berichtet, welcher Rechtlosigkeit Informanten in Deutschland ausgesetzt sind. Darüber hinaus gibt es im Blog ein paar sehr lesenswerten Gedanken der Redaktionsleiterin. Zu guter Letzt eine Reminiszenz an einen begnadeten Wühler und guten Verlierer - Wikileaks und wir. Lesenswertes von STERN-Autor Hans-Martin Tillak.

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Wikileaks: Amazon und all die anderen

07.12.2010 - 21:13freejulian
Ob nun Amazon, Paypal, Master-Card oder Visa ihren (bezahlten) Support für Wikileaks aufgeben, im Netz werden die Unterstützer für die Enthüllungsplattform immer mehr. 748 'gespiegelte' Webseiten gibt es bisher. Bemerkenswert sind auch die Hintergründe zur Verfolgung durch die schwedische Justiz - Die Frau, die Assange jagt.


Es wird viel geschrieben in die diesen Tagen über Julian Assange. Dies ist die Geschichte von Wikileaks - Der vielleicht beste Artikel findet sich in der FAZ. Totale Öffentlichkeit - welche Perspektiven hat diese Art des Publizierens, fragt die Süddeutsche Zeitung.

13 Punkte: Wikileaks-Aussteiger erklärt die Plattform und wie es weitergeht
. Dazu auch ein 88 minütiges Video, in dem Daniel Domscheit-Berg die Gründung einer eigenen Plattform für Mitte Dezember ankündigt. Ab Freitag gibt es dann ein SPIEGEL-Sonderheft zum Thema an den Kiosken.

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wikileaks: iraq war logs

Die Internet-Plattform wikileaks hat Hunderttausende von geheimen Dokumenten über den Irak-Krieg ins Netz gestellt. Es handelt sich um Berichte von der Front aus der Zeit von 2004 bis 2009. Darunter befinden sich Papiere, die unter anderem dem Hubschraubereinsatz auf Zivilisten und zwei Reuters-Journalisten am 12. Juli 2007 in Bagdad dokumentieren. Höllenfeuer aus dem Himmel.

VIDEO: "Oh yeah, look at those dead bastards. Nice"
Das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, mit denen wikileaks bei der Veröffentlichung ebenso wie mit dem Guardian und der New York Times zusammen arbeitete, zitiert aus den Unterlagen. Aus der Veröffentlichung geht auch hervor, dass die Zahl der getöteten Zivilisten im Irak-Krieg erheblich höher gewesen sein soll, als bisher angenommen. Die Veröffentlichungen von wikileaks wurden weltweit mit Aufmerksamkeit betrachtet. Mitarbeiter der Oranisation hatten in den letzten Wochen für negative Schlagzeilen gesorgt - Undurchsichtige Enthüllungsplattform.

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FIFA WM 2014: „Não vai ter copa“

21.06.2014
Ein Jahr nach den Massenprotesten mit Hunderttausenden Demonstranten ist es in Brasil ziemlich ruhig. Von der angekündigten Massenbewegung ist nichts zu sehen. Allenfalls in Sao Paulo bekommen die WM-Kritiker noch nennenswert Menschen auf die Strasse. Gestern in Lapa (Rio de Janeiro) trafen ein paar Hundert auf fast so viele Journalisten und Polizisten. Demonstrationen, Polizeiübergriffe, Auseinandersetzungen. Bei interpool.tv gibt es dazu die aktuellsten Videos.

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