Eine sinnvolle Entscheidung

von Fred Kowasch

11.12.2009
Peter Frey wird neuer ZDF-Chefredakteur. Eine Entscheidung, die nicht wirklich überrascht. Überraschend nur, dass sie so spät kommt. Bereits 1999 stand er 'auf dem Sprung' in die Senderspitze. Es kam mit Brender ein WDR-Import. Nicht jeder soll darüber begeistert gewesen sein.   

Kontiniuierlich hat sich Frey über all die ZDF-Jahre ein Netzwerk geschaffen. 'Seine' Leute sitzen an Führungspositionen im Sender. Er war einer der Ersten, der das Internet in den 90er Jahren für das ZDF entdeckte. Nicht nur in diesem Fall gab das ZDF-Morgenmagazin den Ton an. Später 'bloggte' er. Auch das war durchaus ein Novum. Als Berlin noch überhaupt nicht angesagt war, setzte er auf den Standort Hauptstadt. Im ZDF-Morgenmagazin, weitab von Mainz, setzte er bewußt auf junge Leute. Von denen er viel verlangte, denen er aber auch jede Menge journalistisches Vertrauen entgegen brachte. So manch etablierte Journalist hat damals seine 'Feuertaufe' bestanden. Er setzte investigative Stories durch, wenn sie auch noch so unbequem waren.

Er ist ein Macher, ein Vollblutjournalist. Frey muß und wird Akzente setzten. Das ist auch bitter nötig, betrachtet man nicht nur den publizistischen Ruf des Senders. Dies hat er bereits angekündigt. Die Zeit des Aussitzens im Zweiten Deutschen Fernsehen scheint vorbei.

Anmerkung:
Der Autor arbeitete von 1992-1995 im ZDF-Morgenmagazin.

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Der Preis ist heiss ....

VIDEO: 200 Sekunden schöne MenschenKeine Videodatei vorhanden!Zu Gast beim Deutschen Fernsehpreis 2009

von Ralf Meutgens

Kennen Sie das?: Sie sehen eine Bekannte oder einen Bekannten und können sich einfach nicht an den Namen erinnern? Wenn das öfter geschieht, gibt es zwei Möglichkeiten: Demenz oder Deutscher Fernsehpreis. Wir nehmen letzteres an. Noch nie habe ich so viele Bekannte gesehen, die ich nicht kenne, wie letzten Samstag in Köln. Eben auf der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. 

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ARD: PR in eigener Sache -

oder Unabhängiger Journalismus sieht anders aus!!


16.05.2008
von Fred Kowasch

In letzter Zeit verschwenden manche Öffentlich-Rechtliche Programmmacher ihre Zeit (und Rundfunkgebüren) auf eine PR in eigener Sache. Wurde zunächst die 45-Minuten lange Doku Quoten, Klicks und Kohle im Abendprogramm der ARD ausgestrahlt, so lief nun Verleger in der Offensive – Online-Filmarchive der ARD sollen gelöscht werden im Politimagazin 'Panorama'.

Beide Filme haben mit unabhängigen Journalismus nichts zu tun. Sie sind Werbefilme in eigener Sache. Das Perfide ist jedoch: sie kommen als Aufklärungsfilme deklariert daher, vermitteln den Eindruck: hier liegt etwas im Argen, hier herrscht Handlungsnot.  

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Brief an den Herausgeber der Berliner Zeitung

Sehr geehrter Herr Montgomery,

seit gut zwei Jahren gehoert die Berliner Zeitung zu Mecom. In dieser Zeit hat das Management erhebliche Kostenreduktionen durchgesetzt. Wir, die Redakteure der Berliner Zeitung, haben konstruktiv daran mitgearbeitet, den Lesern der Berliner Zeitung das Angebot zu machen, das sie erwarten, und das Blatt als Qualitaetsprodukt in einem hart umkaempften Markt zu behaupten.

Zunehmend erschweren die Kostenreduzierungen unsere Bemuehungen. Eine abnormal hohe Zahl von qualifizierten Kollegen verlaesst das Haus; die Inhalte unseres Produktes drohen zu verarmen. Unsere Zeitung verliert Leser, der Ruf der Marke "Berliner Zeitung" erodiert. Die Berliner Zeitung befindet sich in einem Teufelskreis: Der sprunghafte Beschluss immer neuer Sparmassnahmen gefaehrdet den Erfolg und den Wert unseres Unternehmens.

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Brief an den Chefredakteur

Berliner Zeitung
Die Redaktionsversammlung

An Herrn
Josef Depenbrock

Im Hause

Sehr geehrter Herr Depenbrock,

seit ihrem Amtsantritt im Fruehjahr 2006 hat sich die Situation der Berliner Zeitung dramatisch verschlechtert.

In dieser Zeit haben zahlreiche Kollegen die Berliner Zeitung verlassen. Die meisten dieser Stellen sind nicht wieder besetzt worden. Bereits das bedeutet eine erhebliche Einschraenkung der Leistungsfaehigkeit der Redaktion. Ihnen ist aber auch bekannt, dass es sich dabei vor allem um Kollegen handelt, die durch ihre Kompetenz und ihr Engagement massgeblich die Qualitaet der Zeitung mitbestimmt haben. Heute haben sie einen weiteren Stellenabbau angekuendigt. Ihre dann kurzfristig vorgenommene Ausschreibung von vier Stellen, die Sie wenige Stunden zuvor noch fuer unmoeglich erklaert hatten, begreifen wir als erneutes taktisches und unverbindliches Ausweichmanoever. Das wollen und koennen wir nicht mehr hinnehmen.

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Kartenhaus: Wenn die Kreditkarte gehackt ist

hack_klein.JPGbetreff: Wichtige Mitteilung von Kartenhaus

Es ist der Alptraum schlechthin.
Eine Mail, man könnte sie auch für Spam halten. Darin die lapidare Mitteilung, dass die Kreditkartendaten gehackt worden sind. Was nun?!

"Sehr geehrter Kartenhaus-Kundin, sehr geehrter Kartenhaus-Kunde,

wir möchten Sie darüber informieren, dass wir vor kurzem entdeckt haben, dass Kartenhaus Opfer eines rechtswidrigen Angriffs auf seine Internetseite www.kartenhaus.de wurde. ...."

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Sachsen-Akten: Reaktionen auf die Veröffentlichung

screenshot_klein"Die Veröffentlichung dieser Dokumente dient der Aufklärung der Bürger." (Die Dreckschleuder)

"Die Verschleierungstaktik der Politik scheint mir bisher mehr fehlende Verantwortung zu offenbaren - als dieser ungewöhnliche Vorgang." (r-archiv.de)

".... der Monat der geleakten Dokumente aus der Sachsen-Korruptionsaffäre. Ich finde das ja einen sehr begrüßenswerten Trend." (blog.fefe.de)

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Reaktionen auf die Veröffentlichung

"Beim Lesen wird jedem Radsport-Fan schlecht vor Wut und Enttäuschung. Der Gipfel: Die perversen Deals mit Doping-Arzt Fuentes liefen wohl ungeniert auch mitten im T-Mobile-Mannschaftsbus.

38 Seiten Doping-Schmutz verbergen sich hinter dem Aktenzeichen CO.PP 4293/06."

aus: SCHMUTZIGE DETAILS -
Ulle: Doping-Deals direkt aus dem Mannschaftsbus

Berliner Kurier 31.08.2006

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Gepflegte Eitelkeiten

aaaweblog"Ein Journalist wirbt nicht und wer wirbt ist kein Journalist!" Klare Worte zu einem Angestellten. Gefallen auf einem Streitgespräch bei der Jahrestagung des netzwerkes recherche. Thema: 'Ganz unten - ist das Fernsehen noch zu retten?'

Erstmals hat sich Nikolaus Brender öffentlich zur Personalie Johannes B. Kerner geäußert. Von Kerners Engagement für die zweitgrößte deutsche Luftlinie hat der ZDF-Chefredakteur nichts gewußt. In Zukunft würde es für alle derartigen Fälle eine Genehmigungpflicht geben: "Das muß so sein!" Dann war es aber schnell vorbei mit der Souveränität des ZDF-Redaktionschefes.

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Probleme mit der Wahrheit

Die eigenen Kollegen zu kritisieren, gilt unter deutschen Journalisten als Nestbeschmutzung. Trotzdem ist es manchmal nötig. Wir dokumentieren - mit freundlicher Genehmigung des Autors Ralf Meutgens - seinen Artikel aus der Berliner Zeitung:


Dies ist die Geschichte eines Journalisten, der erlebt, dass es teuer sein kann, die Wahrheit zu schreiben:

Am 25. November 2004 veröffentlicht der freie Autor Jürgen Roth unter der Überschrift "Einwandfrei ethisch" einen Text über die Ethik in den Medien in der Frankfurter Rundschau (FR). In dem Beitrag kommt auch der ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf vor, von dem es heißt:

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