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13.07.2010
Die Ermittlungen im Wettskandal haben sich ausgeweitet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum wird mittlerweile gegen 250 Personen ermittelt. Im Focus stehen 270 verschobene Spiele.
Deutschland 53 (32)
Belgien 19 (17)
Schweiz 35 (28)
Kroatien
15 (14)
Slowenien 7 (7)
Türkei 74 (29)
Ungarn 14 (13)
Bosnien
8 (8)
Österreich 12 (11)
International 33 (15)
Die Bochumer Ermittler gehen bislang davon aus, dass Wetten in Höhe von rund 12 Millionen Euro auf manipulationsverdächtige Spiele
platziert worden sind. An Bestechungsgelder für
Schiedsrichter, Spieler und andere sollen 1,5 Mio Euro gezahlt worden sein. Die Gewinnen aus den Wettmanipulationen sollen rund 7,5 Mio Euro betragen. In Deutschland sitzen insgesamt noch acht Personen in Untersuchungshaft. Die erste Anklagen sollen im Laufe des August 2010 erhoben werden.
Quelle: Staatsanwaltschaft Bochum
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ARD-Sportschau, 20.12.2009
ein Film von Benjamin Best und Fred Kowasch
Champions
Lounge - ein Wettbüro in der Innenstadt von Nürnberg. Der
Laden soll von Marijo C., einem der Hauptverdächtigen im
Wettskandal kontrolliert werden.
Marijo
C., 34 Jahre, der Wettpate aus Nürnberg. Er soll besten
Beziehungen zu Fußballprofis in ganz Europa haben. So steht es
zumindest in den Unterlagen der Bochumer Staatsanwaltschaft.
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ARD-Sportschau, 22.11.2009
Herten
im Ruhrgebiet. Eine bessere Vorortsiedlung. Hier
wohnt der 30 jährige Deniz C., einer der Hauptverdächtigen
im Wettskandal. Vor
drei Tagen bekam er Besuch. Polizeibeamte kamen mit einem
Durchsuchungsbefehl. Deniz
C. wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen.
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17.11.2005 - 13:15 Uhr - Das Berliner Landgericht hat den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer zu einer Haftstrafe verurteilt. Der 26jährige muß 2 Jahre und fünf Monate in den Knast. Hoyzer
ist des banden- und gewerbsmäßigen Betruges für schuldig befunden
worden. Das Gericht ging mit seiner Entscheidung über die von der
Staatsanwaltschaft geforderte Bewährungsstrafe von 24 Monaten hinaus.
18.10.2005 - Vor der 12. Strafkammer des Berliner Landgerichtes
hat heute der Prozess im "Fall Hoyzer" begonnen. Angeklagt sind neben
dem ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Robert Hoyzer die drei
kroatischen Brüder Ante, Filip und Milan Sapina, die das Cafe King
betreiben, auch der Referee Dominik Marks und der Spieler Steffen Karl.
Allen Angeklagten wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen.
Die Anklageschrift umfasst 289 Seiten, 170 Zeugen sollen in dem auf
mehrere Monate terminierten Prozeß befragt werden. Robert Hoyzer hatte
gestanden, elf Partien manipuliert zu haben. Im Gegenzug soll er
Bargeld und Sachleistungen bekommen haben. Hoyzers Anwalt kündigte ein
umfassendes Geständnis an.
07.07.2005 - Der DFB-Kontrollausschuß hat im Wettbetrugsskandal
gegen folgende Spieler eine Vorsperre beantragt: Torsten Bittermann
(Dynamo Dresden), Seffen Karl, Markus Ahlf (Ex-Chemnitzer FC), Marco
Eckstein, Ronny Thielemann (Ex-Sachsen Leipzig) und Ronny Kujat
(Sachsen Leipzig) - Ronny Kimble - auf der Flucht vor seinen Häschern .
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von Tobias Seeber
Im Zuge der Wettaffäre um den
Berliner Schiedsrichter Hoyzer gerät der Bundesligaskandal von 1971
wieder ins Rampenlicht. Damals verschoben Spieler und Funktionäre
abstiegsbedrohter Vereine Bundesligaspiele.
Als der Offenbacher Präsident Horst Gregorio Canellas am 06.Juni 1971
anläßlich seines 50.Geburtstages eine Gartenparty veranstaltete, bei
der DFB- und Bundesligagrößen eingeladen waren, präsentierte er seinen
Gästen nicht nur Cocktails und Tanzmusik, sondern auch ein delikates
Tonband. Der am Tag zuvor mit seinen Kickers abgestiegene Canellas ließ
Mitschnitte von Telefongesprächen laufen, in denen Spiele regelrecht
meistbietend verscherbelt wurden. Die Feier war gelaufen, die Gäste
geschockt, Bundestrainer Helmut Schön sah das Ende des deutschen
Fußballs gekommen.
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MANGLITZ: Manglitz.
CANELLAS: Guten Abend, Herr Manglitz. Herr Manglitz, Herr Konrad hat gesagt, ich soll einmal anrufen.
MANGLITZ: Ja, ja richtig. Er wollte heute Mittag mit mir
sprechen; da hatte ich aber Besuch, da konnte ich nichts sagen. Ja
jetzt bin ich allein und kann sprechen.
CANELLAS: Herr Manglitz, ich habe heute gehört, Sie würden am Samstag gar nicht spielen.
MANGLITZ: Ja, was Besseres kann Ihnen doch gar nicht passieren.
CANELLAS: So.
MANGLITZ: Sonst ist soweit alles geregelt. Aber passen Sie auf,
der Herr Konrad hat mir was gesagt, mit dem Jupp Kapellmann. Ja, ja, ja
der ist mir was zu grün für diese Sache.
CANELLAS: Zu grün?
MANGLITZ: Der ist 20 Jahre, und ich habe nicht gerne in so 'ner Sache so grüne Jungs, die quatschen mir zuviel, verstehen Sie das?
CANELLAS: Jawohl.
MANGLITZ: Man muß wissen, mit wem man was macht und was man
macht und so weiter, das können keine Zwanzigjährigen, die überall
drinhängen und erzählen. - Übrigens, das ich nicht spiele, ist noch
nicht hundertprozentig, aber ich sage Ihnen, normal kann ihnen nichts
Besseres passieren.
CANELLAS: So.
MANGLITZ: Der Soskic hat in den letzten zwei Jahren zweimal gespielt.
CANELLAS: Und wie sieht es nun im Detail aus?
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